Astronauten-Hirnschäden bei Reise zum Mars?

- 31 Aug 2019

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Astronauten-Hirnschäden

Verursacht eine Reise zum Mars bei Astronauten Hirnschäden? Lies weiter, um herauszufinden, was die NASA zu diesem Thema herausgefunden hat.

In unserem Artikel über die rotierende Von Braun-Sphäre haben wir die Antigravitationseffekte von Astronauten im Weltraum erörtert. Scott Kelly, ein Astronaut, der elf Monate im Weltraum verbracht hat, erlitt gravierende, körperliche Beschwerden, als er zurück auf die Erde kam. Die ständige Bestrahlung veränderte seine DNA und beeinträchtigte sein Immunsystem. Seine Zeit verbrachte er in einer engen Erdumlaufbahn, die durch ein Magnetfeld geschützt bleibt. Was passiert, wenn Astronauten den Schutz des Erdmagnetfeldes verlassen?

Astronauten-Hirnschäden

Eine kürzlich von der NASA finanzierte Studie legt nahe, dass Astronauten, die zum Mars fliegen, nicht nur physisch, sondern auch psychisch einem extremen Risiko ausgesetzt sind. Erleiden Astronauten Hirnschäden? Werden sie geistige Veränderungen erleben, die sich negativ auf ihre Stimmung sowie ihre Denkfähigkeit auswirken?

Dr. Munjal Acharya ist ein Radioonkologe an der University of California in Irvine. Als Hauptautor der Studie sagte er, dass die Strahlenexposition „die kognitive Funktion und das Verhalten auf zellulärer Ebene beeinflusst“. Er fügte hinzu, dass die Exposition es Astronauten möglicherweise erschwert, effektiv auf unvorhergesehene Umstände oder stressige Situationen zu reagieren.

Dr. Acharya führt weiter aus: “Die Forschung legt nahe, dass mindestens einer von fünf Astronauten, die zum Mars geschickt werden, mit schweren Defiziten in der kognitiven Funktion zurückkehren würde.”

Astronauten-Hirnschäden

Die Tests der Untersuchung umfassten 40 Mäuse. Sie wurden sechs Monate lang Strahlung ausgesetzt und dann auf ihr Gedächtnis und Verhalten getestet. Leider zeigte ein Test, dass strahlenexponierte Mäuse im Vergleich zu den Kontrolltieren weniger in der Lage waren, geringfügige Veränderungen in ihrer Umgebung zu bemerken. Darüber hinaus zeigte sich, dass die strahlenexponierten Mäuse ängstlich wurden. Sie “erstarrten” in Situationen, in denen die Kontrolltiere keine Angst verspürten.

„Diese Angst war so stark in ihnen, dass sie immer noch erstarrten. Dies war in Erwartung eines elektrischen Schlags, den die Forscher ihnen zu dem Zeitpunkt nicht mehr versetzt hatten“, sagte Acharya. Er fügte hinzu: “Die Strahlung schien es den Mäusen das Lernen zu erschweren und auch sich anzupassen, da sie die Verbindungen zwischen verschiedenen Regionen des Gehirns der Tiere schwächte.”

Strahlung in Mäusen

J.D.Polk, der Chief Health und Medical Officer der NASA sagte, dass die Studie zukünftigen Weltraumerkundungsplänen zugute kommen könnte. Er warnte jedoch davor, dass die Mäuse nicht der gleichen Strahlung ausgesetzt waren wie Astronauten. Er gab an, dass die Mäuse einer weitaus höheren Strahlenbelastung ausgesetzt waren.

Polk fuhr fort: „Mit Dosierungen, die wir für eine Mars-Mission erwarten, erwarte ich keinen massiven kognitiven Rückgang der Astronauten.“ Er glaubt nicht, dass die Astronauten Hirnschäden erleiden werden. „Besteht ein hohes Risiko, dass sie mit einem schrecklichen kognitiven Rückgang zurückkehren? Werden sie vergessen, wie man den roten Knopf für den Wiedereintritt drückt? Nein“, sagte Polk.

Charles Limoli, ein Radioonkologe vom NASA Specialized Center of Research an der University of California, sagte: „Ich bin nicht sicher, welche Literatur Dr. Polk liest, aber ich stimme nicht mit dem Kontext überein, in den er unsere Arbeit einordnet. und ich stimme seinen Aussagen nicht zu.“

Astronauten schützen

Zum Schutz der Astronauten plant die NASA die Verwendung von Westen, die die Strahlung abschirmen. Das Orion-Raumschiff wird über spezielle Strahlungsmessgeräte verfügen, die den Astronauten helfen sollen. Wissenschaftler wollen wasserstoffreiche Materialien in die Raumfahrzeugstruktur einbauen. Darüber hinaus absorbiert Wasserstoff Strahlung. Wenn das System zu viel Strahlung erkennt, können sich die Astronauten in die Mitte des Raumschiffs bewegen.

Angesichts der Kosten- und Gewichtsaspekte der Strahlenabschirmung ist die NASA gespannt darauf, wie viel Abschirmung zum Schutz der Astronauten erforderlich ist. Wozu sie sich auch entscheiden, es muss das Leben der Astronauten schützen.

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