Sollte die Erde eine Dyson-Sphäre bauen?

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Die Menschen auf der Erde verbrauchen viel Energie. Forscher versuchen immer neue Energiequellen zu finden. Ist eine Dyson-Kugel eine Lösung für den Energiebedarf der Erde?

Seit der industriellen Revolution haben die Menschen den Energieverbrauch erhöht. Je mehr Menschen die Erde bevölkerten, desto größer wurde der Bedarf an Strom. Neben Kohle und Erdgas tragen auch andere Energieressourcen wie Wind, Sonne und Atomkraft dazu bei, den Energiebedarf der Erde zu decken. Die Sonnenenergie hilft bereits Lebewesen auf der Erde. Das Festhalten eines größeren Teils der Sonnenenergie im Weltraum birgt das Potenzial, den Energiebedarf der Erde zu decken. Wie würden Wissenschaftler und Ingenieure dies erreichen? Basierend auf der Arbeit von Freeman Dyson im Jahr 1960 liegt die Lösung möglicherweise bereits vor uns.

Freeman Dyson

Freeman Dyson ist ein amerikanischer theoretischer Physiker und Mathematiker. 1960 schrieb er eine Arbeit für die Fachzeitschrift Science mit dem Titel „Suche nach künstlichen Sternenquellen für Infrarotstrahlung“. In diesem Artikel schrieb er, dass eine intelligente Zivilisation in der Lage sein sollte herauszufinden, wie sie Energie von ihrem Elternstern einfangen kann. Dyson schrieb, dass Standorte in der Nähe des übergeordneten Sterns angebracht werden sollten, um dessen Energie zu erfassen. Letztendlich würden diese Lebensräume die Sonne einschließen. Er zitierte, dass seine Idee von dem Autor Olaf Stapledon in seinem 1937 erschienenen Roman Star Maker stammt. In diesem Buch hat Stapledon eine Energieübertragungsschale, die einen Stern umschließt.

Dyson führt weiter aus:

Es ist zu erwarten, dass sich innerhalb weniger tausend Jahre nach dem Aufkommen der industriellen Entwicklung alle intelligenten Spezies in einer künstlichen Biosphäre befinden, die den Mutterstern umgibt.

Dyson-Ring

The original uploader was Vedexent at English Wikipedia., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Dyson-Sphäre bauen

Wenn wir herausfinden könnten, wie man eine Dyson-Sphäre erstellt, hätten wir eine 550 Millionen Mal größere Oberfläche, als die Erde derzeit bietet. Es besteht jedoch ein Problem mit dem Konzept. Das Fehlen der Schwerkraft im Weltraum bedeutet, dass alles, was auf die Sphäre trifft, auf den Stern fällt und zerstört wird. Die Sphäre würde frei im Raum schweben.

 

Folglich würde es schwierig sein, gegen den Stern im Gleichgewicht zu bleiben. Ohne eine Stützstruktur, um das Gleichgewicht zu halten, würde sie schließlich mit dem Stern kollidieren. Zudem würde es viele Materialien erfordern, um die Schale zu bauen.

Die Dyson-Wolke und der Dyson-Ring

Dyson wusste, dass eine starre Hülle, die einen Stern umgibt, niemals funktionieren würde. Die Lösung für die Sphäre wäre die Idee, die Dyson ursprünglich vorgeschlagen hatte. Er schlug einen zusammenhängenden Schwarm von Objekten auf unabhängigen Umlaufbahnen um den Stern vor. Diese Objekte können eigenständig stabile Satelliten sein, die ihre Energie zur Erde zurückstrahlen können. Eine andere Idee wäre eine Umkreisung mit Sonnensegeln. Die Schwerkraft der Sonne würde sie nach innen ziehen. Der leichte Druck der Sonne würde sie jedoch nach außen drücken. Folglich bleiben die Sonnensegel perfekt in der Umlaufbahn um die Sonne. Die Sonnensegel könnten dann ihre Energie zurück zur Erde schicken und sich um den Energiebedarf der Erde kümmern.

Außerirdische Ringe

Haben außerirdische Zivilisationen bereits einen Dyson-Ring oder eine Wolke um ihren Elternstern entdeckt? Dies ist etwas, wonach einige Astronomen suchen, wenn sie das Universum studieren. Das Vorhandensein eines großen Objekts, das einen Stern wie ein Dyson-Ring umkreist, kann auf fremdes Leben hindeuten. Erinnerst du dich daran, dass die Yale-Astronomin Tabitha Boyajian vor ein paar Jahren einen mysteriösen Stern entdeckte? Eine ihrer Ideen war, dass vielleicht eine Art Dyson-Sphäre den Stern umkreiste.

Werden die Wissenschaftler der Erde herausfinden, wie sie mehr Sonnenenergie einfangen können? Es ist ein aufregendes Konzept und sicherlich einen Versuch wert. Wir freuen uns darauf zu sehen, was die Zukunft für die Energieversorgung der Erde bereithält.